Freifunk und Kirchengemeinden

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Typischer Ablauf

  • Einfacher ist es, wenn es einen persönlichen Kontakt zum Küster oder Pfarrer gibt ...
  • Manchmal wurde es auch mittels Anschreiben gelöst Musteranschreiben
  • Das Projekt wird vorgestellt, im Abstimmungsprozess kommen viele Fragen auf ...
  • In aller Regel muss in einer Sitzung die Zustimmung des Gemeinderates eingeholt werden.
  • ggf. Dachnutzungsvertrag [1] unterschreiben
  • Begehung und Planung
  • Installation
  • ggf. Wartung und Support

Gute Argumente für Kirchen

  • Klare Abgrenzung von kommerziellen Interessen und Providern deutlich machen.
    • Weitergeben von Services bei kommerziellen Providern unerwünscht, bei Freifunk erwünscht
    • Mangelnde Bandbreite für z.B. HD-Videokonferenzen (weil hier nur der Upload gerechnet werden kann)
  • Im Sinne einer engagierten Zivilgesellschaft ist das Projekt Freifunk unbedingt unterstützenswert
    • digitale Teilhabe auch für Menschen, die sich keinen Zugang leisten können
  • Dienst an der Gemeinde
  • Gemeinschaftsnetze als Akt der Selbstsuffizienz
  • Katastrophenschutz
  • politische Absicherung der eigenen Netzneutralität

Was sollte man beachten

  • Denkmalschutz
    • Installation innen in die Dachfenster (durch Bleifenster funkt man schlecht)
    • von aussen nicht sichtbar (Installation mit metallfreier Farbe dunkel anmalen)
  • Blitzschutz
  • zusätzlich Rauchmelder in Holzkonstruktionen nötig (ggf. Zusatzvereinbarung zur Installation und Wartung)

konkrete Beispiele

Welche lokalen Gruppen konnten bereits Kirchengemeinden überzeugen? Und in welcher Form wird unterstützt?

  • Freifunk Berlin: In Berlin haben einige Kirchen bereits von Anfang an mitgemacht, im Rahmen der MABB Förderung konnten die Standorte saniert und neue aufgebaut werden. In erster Linie stellen die Gemeinden ihre Dächer bzw Kirchtürme zur Nutzung und Strom zur Verfügung.
  • Freifunk Chemnitz: Richtfunkantennen auf Kirchturmspitzen (Status: doing)
  • Freifunk Hamburg: Die St. Pauli Kirche hat früh mitgemacht Im Oktober 2013 wurden dort temporär 300 Flüchtlinge mit Freifunk versorgt (siehe dazu auch Embassy of Hope). Eine weitere Kirche wird demnächst ans Richtfunknetz angeschlossen, bei einer dritten Kirche wird noch verhandelt.
  • Opennet Rostock
    • Heiligen-Geist-Kirche Rostock: 8 Geräte, 2 in jede Himmelsrichtung (Ubnt NSHP5). Kooperation aus sehr frühren historischen Kontext (2005) entstanden. Standort und Strom wird gesponsort. Kirche ist selbst sehr offen im Stadtgebiet engagiert. Schön! :)
    • Petrikirche Rostock: Viel Kommunikation über mehrere Jahre, Vorstellung bei der Gemeinde und Verantwortlichen. Klare Abgrenzung von kommerziellen Interessen und Providern deutlich machen. Technische Unterstützung in einem konkreten Bedarfsfall als "Deal" ausgehandelt. Wird aktuell (2015) erst ausgebaut. Sehr viel Energie die hier aufgebracht wurde :)
    • Kirche Kavelstorf: hat von 2009 bis 2011 Nachbardörfer verbunden
    • Schweriner Dom: Installation war innerhalb von acht Monaten seit der ersten Anfrage möglich