Ubiquiti M-Serie

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Anleitungen und HowTos
Zu diesen Geräten gibt es folgende Anleitungen:

Die Geräte der "M-Familie" werden bei Ubiquiti als AirMAX-Router bezeichnet. Serienmäßig ist auf den Geräten das Betriebssystem "airOS®" von Ubiquiti installiert. Die meisten von ihnen gibt es in 2.4-GHz- und 5-GHz-Versionen, daher gibt's die Suffixe "M2" und "M5". Sonst ist die Hardware innerhalb einer Modellgruppe recht identisch, nur die HF-Hardware unterscheidet sich.

Bei diversen Geräten gibt es einen Unterschied im verwendeten Prozessor, der im Laufe der Produktlebenszeit gewechselt wurde: Ubiquiti unterscheidet hier jeweils zwischen "XM"- und "XW"-Hardware. "XM" ist die ursprüngliche Hardware. Welche Hardware man besitzt, kann mam im WUI nachsehen. Unter OpenWrt kann man im Menü System - Übersicht anhand der Architektur auf die Hardwarevariante zurückschliessen:

  • XM: Atheros-724x
  • XW: Atheros-9342

Alle Geräte der M-Serie können sowohl mit der mitgelieferten airOS®-Firmware als auch mit OpenWRT bzw. Gluon als Freifunk-Knoten verwendet werden. Bei Richtfunk-Punkt-zu-Punkt-Verbindungen wird häufig die Stock-Firmware airOS® genutzt, dann bilden die Geräte eine Verbindung wie ein Netzwerkkabel. Auch mit der Freifunk-Firmware sind Richtfunkverbindungen möglich. Bei der Nutzung der Freifunk-Firmware ist ggf. ein weiteres Gerät als Offloader nötig, falls die CPU-Leistung für die VPN-Verbindung nicht ausreicht.

Bei Verwendung einer anderen Firmware als der Stock-Firmware ist darauf zu achten, dass die maximale Sendeleistung von 100 mW (EIRP) bzw. 20 dBm nicht überschritten wird, der Antennengewinn muss in der Sendeleistung berücksichtigt werden.

Nanostation M

Nanostations sind Geräte mit Panel-Antennen und einem geringen Öffnungswinkel, sodass diese sich sowohl für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen als auch zum Ausleuchten von Flächen eignen. Die Geräte nicht verwechseln mit den veralteten Modellen NanoStation2 loco bzw. NanoStation5 loco - das fehlende M beachten! Alle Nanostations haben 32MB RAM und 8MB Flash.

Durch die schlanke Bauweise und das geringe Gewicht sind sie leicht an Masten und ähnlichem Gestänge zu befestigen. Da die Nanostation als Outdoorgerät konzipiert ist, gewährleistet der Hersteller Robustheit gegenüber jeglichen Wetterverhältnissen, vorausgesetzt das Gerät wird senkrecht mit dem Kabel nach unten montiert.

Die Stromspeisung erfolgt per PoE (Power-over-Ethernet), sodass das Netzteil sich im Gebäude befindet und das LAN-Kabel als Daten- und Stromzufuhr gleichermaßen fungiert.

Nanostation M2/M5

Das Gerät verfügt über zwei RJ45-Ports und kann das PoE zu seinem zweiten Port durchreichen.

Die Herstellerangabe von 55° Öffnungswinkel der Antenne basiert nur auf halber Wahrheit: Schaut man sich die Öffnungswinkel der horizontal und vertikal verbauten Antenne an (siehe Tabelle), erfährt man, dass der tatsächliche voll ausgenutzte Winkel im 11°-Bereich liegt. Dies sollte beim Kauf beachtet werden, wenn man eher 55° einplant. Ganz anders als bei der M2Loco Variante: Dort entspricht es voll der Angabe.

Nanostation loco M2/M5

Sie ist der kleinere Bruder der Nanostation M2/M5 und hat im Gegensatz zur größeren Variante einen größeren Abstrahlwinkel, der durch eine geringere Reichweite in Kauf genommen wird. Die bauliche Beschaffenheit ähnelt der Nanostation M2/M5 und ist ebenfalls als Outdoorgerät konzipiert. Die Locos haben im Gegensatz zu ihren "großen Brüdern" nur einen Ethernet-Port.

Die richtige Freifunk-Firmware für diese Geräte ist das Image für die "Ubiquiti Bullet"-Router (XM / XW), da diese die richtige LAN-definition enthalten. Die Images der normalen Nanostation sind hier eher ungeeignet, führen aber nicht zur Beschädigung der Hardware.

Bilder und Montagebeispiele

Picostation M2/M5

Die Pico-Station verfügt über eine Rundstrahlantenne.

Bullet M2/M5

Die Geräte der Baureihe Bullet sind outdoor-fähige Geräte aus dem (semi-)professionellen Bereich. Der große Vorteil der Bullets besteht darin, dass sie direkt - also ohne Übertragungsverluste durch Kabel - an die Antenne angeschlossen werden können. Bullets haben keine Antenne, sondern verfügen über einen männlichen Type-N-Antennenstecker. Für den Betrieb benötigen Bullets also eine Antenne, die zusätzlich gebaut oder gekauft werden muss. Dabei sind je nach Einsatzzweck alle Antennentypen möglich: Rundantenne, Sektorantenne oder Richtfunkantenne. Ein geerdeter Überspannungsschutz sollte zwischen Antenne und Bullet vorgesehen werden.

Es gibt die Bullets in den Ausprägungen 2,4 GHz (Bullet2, BM2HP, BM2-Ti) und 5 GHz (Bullet5, BM5HP, BM5-Ti). Die Stromversorgung geschieht direkt über das Ethernetkabel. Dabei wird ein proprietäres PoE-System mit 12V bis 24V Gleichspannung genutzt. Plus liegt am Netzwerkstecker auf Pin 4 und 5; Minus auf Pin 7 und 8.

Der zulässige Arbeitstemperaturbereich liegt zwischen -40 und 80°C.

Wichiger Hinweis: Die Antennensteckdose des Bullets ist nicht ganz wasserdicht. Deshalb muss der Antennenstecker sehr fest angezogen werden. Sicherheitshalber sollte der Stecker mittels Schrumpfschlauch oder gutem Isolierband wasserdicht gemacht werden.

Modelle

Die Modelle der Standard-Reihe (Bullet2 und Bullet5) sind aus weißem UV-beständigem Plastik gefertigt und haben eine geringe Sendeleistung von 20 dBm. Ihre Leistungsaufnahme beträgt 4 Watt.

Die Geräte der HP-Serie und der Titanium-Serie scheinen eine identische Elektronik zu besitzen.

Die Modelle der HP-Serie ("High Power", am HP im Namen erkenntlich) sind aus weißem UV-beständigem Plastik gefertigt und verfügen über mehrere Status-LEDs.

Die Modelle der Titanium-Serie (am Ti in Namen erkenntlich) sind etwas teurer. Im Preis ist ein PoE-Adapter und ein Antennen-Winkelstecker enthalten. Das Gehäuse der Titanium-Serie ist aus grauem Aluminium gefertig. Die Kabelzuführung des Netzwerkskabels ist wesentlich wasserdichter als bei der HP-Serie. Die Kabeleinführung ist sehr komfortabel gestaltet. Es lassen sich problemlos geschirmte Netzwerkkabel mit beliebig breiten RJ45-Steckern verwenden. (Bei den anderen Modellen sind breitere, geschirmte RJ45-Stecker problematisch.) Die Status-LEDs fehlen in der Titanium-Serie.

Die Sendeleistung der HP-Serie und der Titanium-Serie ist mit 28 dBm (für 2,4-GHz) und 25 dBm (für 5-GHz) sehr hoch. Die Empfangsleistung ist ebenfalls sehr gut. Die Leistungsaufnahme beträgt 7 Watt (2,4-GHz-Variante) oder 6 Watt (5-GHz-Variante).


Modell Foto Speicher CPU RAM LAN 2,4 GHz 5 GHz TX USB outdoor PoE Leistungsaufnahme
Bullet Bullet2 Ubiquiti Bullet 2 HP.jpg

4 MB 180 MHz 16 MB 100 MBit Stecker N-Type männlich Symbol NO.png 20 dBm Symbol NO.png Symbol OK.png proprietär1 4 Watt
Bullet Bullet5 Ubiquiti Bullet 2 HP.jpg

4 MB 180 MHz 16 MB 100 MBit Symbol NO.png Stecker N-Type männlich: 5170 - 5825 MHz 22 dBm Symbol NO.png Symbol OK.png proprietär1 4 Watt
Bullet BM2HP Ubiquiti Bullet 2 HP.jpg

8 MB 400 MHz 32 MB 100 MBit Stecker N-Type männlich Symbol NO.png 28 dBm Symbol NO.png Symbol OK.png proprietär1 7 Watt
Bullet BM5HP Ubiquiti Bullet 2 HP.jpg

8 MB 400 MHz 32 MB 100 MBit Symbol NO.png Stecker N-Type männlich: 5170 - 5825 MHz 25 dBm Symbol NO.png Symbol OK.png proprietär1 6 Watt
Bullet BM2-Ti Ubiquiti-Bullet-M2-HP-Titanium.jpg

8 MB 400 MHz 32 MB 100 MBit Stecker N-Type männlich Symbol NO.png 28 dBm Symbol NO.png Symbol OK.png proprietär1 7 Watt
Bullet BM5-Ti Ubiquiti-Bullet-M2-HP-Titanium.jpg

8 MB 400 MHz 32 MB 100 MBit Symbol NO.png Stecker N-Type männlich: 5170 - 5825 MHz 25 dBm Symbol NO.png Symbol OK.png proprietär1 6 Watt

1Spannungsversorgung über proprietäres PoE (Strom über Ethernetkabel): 12V DC bis 24V DC (Plus auf 4 und 5; Minus auf 7 und 8)

Zubehör

Nur die Titanium-Modelle werden mit dem PoE-Adapter ausgeliefert. Für die anderen Modelle muss entweder ein eigener PoE-Adapter gekauft werden - oder man speist 24V in das Ethernet-Kabel ein.

Weblinks

Herstellerseite: Datasheet Bullet BM2HP, BM5HP (PDF)
Herstellerseite: Datasheet Bullet BM2-Ti, BM5-Ti (PDF)

Rocket M2/M5

Dieses Gerät mit zwei RP-SMA-Anschlüssen ist zum Beispiel für die Verwendung mit Parabol-Antennen geeignet.