MABB:Flüchtlingshilfe

Aus wiki.freifunk.net
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wie funktioniert es?

Im Rahmen der MABB-Förderung ist es möglich, Hardware für Freifunk zu erhalten. Grundsätzlich verbleibt die Hardware im Eigentum des Fördervereins freie Netzwerke. Erst nach Vertragsunterzeichnung wird die Hardware aus dem Lager gegeben. Nicht mehr genutzte Hardware von Richtfunkstandorten muss an den Förderverein zurückgegeben werden. Für eine kurzfristige Leihe wird ebenfalls der Vertrag verwendet. Bei Austausch von Hardware muss ein neuer Vertrag gemacht werden, der den vorherigen ersetzt.

Jeder Standort aus diesem Fördertopf muss der direkten Versorgung einer Unterkunft für Geflüchtete dienen, darüber hinaus gelten die allgemeinen Nebenbestimmungen: http://download.berlin.freifunk.net/pdf/vertrag/

Daniel und Faustus kümmern sich um die Orga und Bestellung der Hardware. Die Bestellungen werden im Artikel MABB:Flüchtlingshilfe:Bestellungen verwaltet. Monic steht für die vertraglichen Fragen zur Verfügung. Die Standortbauer sind für die Dokumentation verantwortlich. Dazu zählen Fotos, eine kurze Standortbeschreibung und eine Liste der geförderten Hardware und des Materials, siehe Artikel MABB:Backbone.

Standortbauer können Kleinteile (Installationsmaterial wie Schrauben, Dübel, etc.) selbst einkaufen. Pro Zulieferer/Händler (z.B. Bauhaus, Toom, etc.) dürfen im Rahmen der Förderung maximal 500 Euro eingekauft werden. Ausgaben die dieses Limit überschreiten können vom Förderverein nicht erstattet werden! Es ist daher wichtig vor dem Einkauf die Verfügbarkeit der Mittel zu klären - hierzu dient der Artikel MABB:Flüchtlingshilfe:Einzelausgaben. Bitte vermerkt auch nach dem Einkauf umgehend eure Ausgaben dort.

Die Förderung unterteilt sich in mehrere Bereiche

Hardware in Unterkünften und Nachbarschaftshilfe

Der Förderverein möchte die Betreiber der Einrichtungen bzgl. der Hardwarebeschaffung einbinden, sie sollen nicht aus der Pficht entlassen werden, die Qualitätsanforderungen vom Landesamt für Gesundheit und Soziales zur Unterbringung von Flüchtlingen zu erfüllen. Daher wird nur ein kleiner Teil der Summe für die Fälle geplant, wo der Träger keine Mittel hat, um die Hardware-Ausstattung innerhalb der Einrichtung zu bezahlen. Der Träger einer Unterkunft soll im Idealfall neben dem Internetanschluss auch die Hardware fnanzieren. Wo kein Internetanschluss verfügbar ist, z.B. in Turnhallen kommt die erste Unterstützung häufg von Nachbarn, die spontan ihren Internetanschluss teilen. Auch hier werden die Kosten für die Hardware häufg privat gedeckt. Sollte dies nicht möglich sein, soll ein Teil der Fördersumme zur Hardware-Beschaffung eingesetzt werden. Dabei kann aufgrund der Dynamik in diesem Umfeld nicht dauerhaft für den Verbleib der Hardware garantiert werden.

Vor Herausgabe der Hardware ist für diesen Teil ist eine Überlassungserklärung mit dem tatsächlichen Verwender der Hardware ("Inhaber" einer Wohnung, Cafe, Vereinsheims o.ä.) zu schließen. Die Erklärung muss vollständig ausgefüllt und vom Verwender unterzeichnet sein. Vertragsvorlage: http://download.berlin.freifunk.net/pdf/vertrag/

Unterkunft/Geflüchtetenprojekt Status Ansprechpartner Batch
Mehrgenerationenhaus Wassertor anderweitige Finanzierung DanielR, Philipp, kaya tbd

Richtfunkinstallationen für Uplink

Um einen ausreichenden Uplink für viele Menschen zum Internet zu realisieren, soll ein weiterer Teil der beantragten Fördersumme für Richtfunkinstallationen verwendet werden. Darüber hinaus müssen auch einige Dienstleistungen eingekauft bzw. Arbeitszeit bezahlt werden (z.B. für die Konfektionierung von Schaltschränken oder Abnahmen durch Elektriker). Dank Kooperationen mit lokalen Providern muss bei der Internetanbindung nicht mehr nur auf den Berlin Backbone (BBB) zurückgegriffen werden, sondern kann mittlerweile auch Glasfaser zum Einsatz kommen. Die Anbindung an den BBB ist somit keine Bedingung für die Standorte.

Der Förderverein geht von durchschnittlichen Investitionskosten von 1.500 EUR pro Standort aus. Diese Summe kann jedoch im Einzelfall erfahrungsgemäß stark variieren, je nachdem Dienstleistungen durch Externe erbracht werden müssen (Verlegen von Strom oder Blitzschutz) bzw. wie viele und welche Antennen verbaut werden müssen. Aktuell sind bis zu 10 Dach-/Richtfunkstandorte in Planung, um unterversorgte Unterkünfte zu erreichen. ttps://wiki.freifunk.net/index.php?title=

Für die Installation von Relaistationen auf Dächern ist der Dachnutzungsvertrag mit dem Gebäudeeigentümer zu schliessen, hierfür steht der Verein als Vertragspartner zur Verfügung. Vertragsvorlage: http://download.berlin.freifunk.net/pdf/vertrag/

Standort Status Ansprechpartner Unterkunft/Geflüchtetenprojekt
Melanchton Kirche Spandau Vertrag unterschrieben Holger Kaserne Schmidt-Knobelsdorf-Str.
Bethanienturm Weißensee installiert Reiner
Emmauskirche installiert (nacharbeiten offen) Faust
St. Simeon Kirche Vertrag unterschrieben DanielR Notunterkunft Lobeckstraße
Lobeck-Ritter Teil installiert DanielR, Philipp, kaya Notunterkunft Lobeckstraße, Mehrgenerationenhaus

Workshops/Infoveranstaltungen zu Empowerment

In diesem Projekt sollen das Wissen und die Erfahrung noch breiter gestreut und für mehr aktive Unterstützung geworben werden. Die Aufklärungsarbeit des Vereins sowie die Bildungsmaßnahmen sollen ausgebaut und gezielter organisiert werden. Dafür werden in Infoveranstaltungen und Workshops Betreiber, Unterstützer und Gefüchtete über die Aspekte eines freien Netzes aufgeklärt und praktische Erfahrungen in der Umsetzung weitergegeben. Für die Durchführung dieser Veranstaltungen ist für die Ausbilder eine Vergütung von 200 EUR/Person und Workshop im Rahmen der sog. Übungsleiterpauschale vorgesehen. Für das Jahr 2016 plant der Förderverein die Durchführung von 8 Infoveranstaltungen/Workshops in Gefüchteteneinrichtungen.

Der Vertrag wird zwischen dem Übungsleiter und dem Förderverein vorab geschlossen. Die Übungsleiter legen bitte eine Kurzbeschreibung der Inhalte, Materialien, Teilnehmern, ggf. Partnerorganisation und wer mag Erfahrungen zu Dokumentationszwecken an.


Datum Ort Thema Ausbilder
27.2.2016 Freiland e.V. Potsdam Freifunk-Workshop mit Refugees Emancipation Andreas Bräu, Elektra, Monic Meisel, Mathias Jud, Felix Betzin
3.5.2016 re:publica, Station Berlin Vortrag "Internetzugang ist Menschenrecht - Freifunk hilft" Monic Meisel, Peggy Sylopp
4.5.2016 re:fugee:ca, Station Berlin Einführungsworkshop "Local is the new social" Elektra, Andreas Bräu
28.5.2016 GPN16, ZKM Karlsruhe Vortrag "Internetzugang ist Menschenrecht - Freifunk hilft" Monic Meisel
4.9.2016 FSFE Summit, BCC Berlin Vortrag "Internetzugang ist Menschenrecht - Freifunk hilft" Monic Meisel, Andreas Bräu

Workshop mit den Betreuern der Internet-Cafes von Refugee Emancipation im Freiland, Potsdam

Workshop mit Refugees Emancipation im Freiland

Themen: Freifunk Einführungskurs mit Präsentation. Prinzip von Mesh-Netzwerken. Der Ad-Hoc-Modus von WiFi. Virtuelle WLAN-Interfaces (VAPs). Wie weit kann man funken? Unterschiedliche Geräte und Antennen für Indoor- und Outdooreinsatz. Plazierung von Routern zur Versorgung von WLAN-Clients in Gebäuden. IP-Vergabeschema mit privaten IP-Adressen, Netzmasken, Subnetzwerke. Flashen und Konfigurieren einer generischen OpenWRT-Freifunk-Firmware mit dem OLSR Routing Dämon. OLSR Host Network Announcements.

Vortrag "Internetzugang ist Menschenrecht - Freifunk hilft"

Zugang zu Bildung ist ein Menschenrecht, dies ist selbst an entlegenen Orten mittels Funktechnologie und Zugang zum Internet realisierbar. Das "Recht auf Netzzugang" leitet sich aber auch aus deutschen Grundrechten her. In dieser Überzeugung handeln die Aktivist_innen, wenn sie Unterkünfte von Geflüchteten in ganz Deutschlang mit Freifunk vernetzen.

Vortragsfolien auf deutsch:

Internetzugang ist Menschenrecht (pdf)

Internetzugang ist Menschenrecht (odp)

Slides in English, with extra slides for mesh networks and internal services

Internet access is a human right (pdf)

Internet access is a human right (odp)

https://re-publica.com/en/16/session/internetzugang-menschenrecht-freifunk-hilft
https://entropia.de/GPN16:Internetzugang_als_Menschenrecht

Workshop "Local is the new social"

Freifunk Einführungskurs mit Präsentation über Freifunk Grundlagen von Monic am 4.5.2016.
Beginn des Workshops auf der re:publica TEN
Routing-Spiel mit Stift und Papier
Teilnehmer innen-Workshop.jpeg

Die Themen des Workshops: Die Ideen und die Philosophie hinter den Freifunk-Netzen: Digitale Allmende, Pico-Peering, gegenseitige Hilfe, Empowerment. Das Prinzip von Mesh-Netzwerken. Wie funktioniert Mesh-Routing? Routing-Spiel mit Stift und Papier. Teilnehmer_innen flashen und konfigurieren selbst Router mit der Freifunk-Firmware. Die Störerhaftung und die Lösung des Problems durch OpenVPN. Freifunk und die Versorgung von Flüchtlingen mit Internet: Wie man Flüchtlingen mit Freifunk helfen kann. Anbindung von Flüchtlingsunterkünften an den Backbone. Wie weit kann man funken?

https://re-publica.com/en/16/session/refugeeca-space-migration-hacking-wednesday

Information und Wissensweitergabe

Screenshot freifunk-hilft.de

Weiterhin hat der Verein das bundesweite Infoportal unter freifunk-hilft.de aufgebaut, das sich an Betreiber von Flüchtlingsunterkünften und Unterstützer richtet und eine gezielte Kontaktaufnahme mit lokalen Freifunk Communities ermöglicht. Zusätzlich zu der Plattform soll ein Infoflyer produziert werden.