Archiv:Freifunk Firmware/FFF

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Diese Seite beschreibt die originale "Freifunk Firmware" von Sven-Ola, die seit 2010 nicht mehr aktualisiert wird.
Eine Übersicht über aktuelle Firmwares gibt es hier: Freifunk-Firmware

Für den Aufbau von Freifunk-Netzen nutzen Teilnehmer auf ihren WLAN-Routern eine spezielle GNU/Linux-Distribution mit einer grafischen Web-Schnittstelle, die Freifunk-Firmware auf Basis von OpenWRT "white russian". Lokale Communities stellen die auf eigene Bedürfnisse angepasste Software dann auf ihren Websites zur Verfügung. Mit der Freifunk-Firmware kann auf einem Drahtlos-Router ein OLSR-Knoten schnell und einfach eingerichtet werden. Die Firmware läuft auf verschiedenen mit OpenWrt kompatiblen Accesspoints.

Diese Seite ist veraltet

Die hier beschriebene Firmware wird seit 2010 nicht mehr aktualisiert. Zu neuen Firmwares geht es hier.

Hintergrund und Funktionsweise

Freifunk steht für den Aufbau freier lokaler Netze. Dies ermöglicht die Freifunk-Firmware. Jeder Nutzer im Freifunk-Netz stellt seinen WLAN-Router für den Datentransfer der anderen Teilnehmer zur Verfügung. Die Router verbinden sich untereinander. Ein lokales Netz entsteht. Dies funktioniert unabhängig vom Internet.

Standardmäßig verfügen WLAN-Router jedoch nur selten über die Funktionalität sich untereinander zu verbinden. Die Software der Geräte ist nicht dafür ausgelegt, dass sie sich automatisch mit anderen verbinden und ein vermaschtes Netzwerk bilden. Sie sind oft lediglich in der Lage Drahtlosgeräte wie zum Beispiel Laptops per Funk an ein ebenfalls angeschlossenes oder manchmal auch integriertes DSL-Gerät in das Internet "zu routen".

In vielen WLAN-Routern ist die Hardware jedoch zu mehr in der Lage. Damit ein WLAN-Router versteht, was er tun soll, braucht man Software, ein System, das die Hardware steuert. Genauso wie jeder Rechner braucht ein WLAN-Router ein Betriebssystem. Kauft man einen Router im Laden wird dieser bereits mit einem Betriebssystem (oft proprietär, also unfrei) ausgeliefert. Damit der Router zusätzliche Funktionalitäten der vorhandenen Hardware nutzen kann, braucht er ein höherwertiges Betriebssystem. Aufgrund jahrelanger Vorarbeit der GNU- und Linux-Community konnten Freifunk-Aktive auf Basis von OpenWrt ein Betriebssystem für Router entwickeln, das Routern neue Funktionalitäten "beibringt" - die Freifunk-Firmware.

Mit Hilfe der auf WLAN-Routern installierten Freifunk-Firmware können sich Nutzer in freien Funknetzen untereinander verbinden und freie Mesh-Netzwerke aufbauen. Unabhängig vom Internet können sie innerhalb dieser Netze Daten, wie zum Beispiel Text, Musik und Filme über das interne Freifunk-Netz übertragen oder über von Teilnehmern eingerichtete Dienste im Netz chatten, telefonieren und gemeinsam Online-Spiele spielen. Viele Teilnehmer stellen ebenfalls ihren Internetzugang zur Verfügung und ermöglichen den anderen Freifunk-Teilnehmern den Zugang zum Internet. Über Plugins kann die Freifunk-Firmware zudem erweitert werden, so wie man es auch vom Firefox-Browser kennt.

Technisch betrachtet handelt es sich bei der Freifunk-Firmware um ein vorkonfiguriertes OpenWRT/Stable mit einer Web-Oberfläche als grafischer Benutzerschnittstelle. Die folgenden Pakete sind zusätzlich installiert: "freifunk-webadmin-de", "freifunk-olsrd", "freifunk-upload", "wl", "dropbear" und "iproute2".

Download und Installation der Freifunk-Firmware

Aktuelle Version (August 2010): 1.7.4: Alle Dateien können unter dieser URL geladen werden: http://ipkg.berlin.freifunk.net/ .

Diese Firmware wird nicht mehr aktualisiert. Zu neuen Firmwares geht es hier.

Unterstützte Geräte

Die Freifunk Firmware läuft nur auf Geräten mit Broadcom-47xx-Chipsatz, zum Beispiel:

  • Linksys WRT54GL das Standardgerät
    • Das Standardgerät für Freifunk-Firmware. Mittlerweile gibts aber wesentlich bessere Hardware zum selben Preis, die allerdings nur mit der neuen Firmware (Backfire Basis) laufen. Das gilt eigentlich für alle hier gelisteten Router.
  • Linksys WRT54G (nicht ab Version 5)
  • WRT54GS-V2.0
  • WAP54G-V2.0 (4 MB Flash)
  • Linksys WAP54G-V2.0 (2 MB Flash)
  • Siemens SE505
  • AllNet-0277-Geräten.

Mehrere Benutzer berichteten, dass WRT54G-V1.1 und WRT54GS-V1.1 ebenfalls problemlos laufen. Siehe die README zur Firmware für alle unterstützten Geräte.

Plugins und Erweiterungen

Aktuelle Erweiterungen

Plugin für DSL-Einwahl und Konfiguration über Weboberfläche

DSL-Einwahl (Konfiguration über Weboberfläche) Um xDSL zu nutzen, kann eine PPPoE-Weboberfläche und das dazugehörige Programm installiert werden. Das Paket "freifunk-pppoecd-de" ist das erste Software-Paket, mit dem auch eine passende Verwaltungsseite gleich mit installiert wird. Es sollen zukünftig mehrere solcher Software-Pakete entstehen. Es gibt allerdings noch keine Web-Oberfläche für die Paket-Verwaltung. Und so geht es:

  • Rufe die SSH-Kommandozeile des Gerätes auf (z.B. mit PuTTY).
  • Gib ein: ipkg update und bestätige mit der Eingabetaste. Dieser Befehl aktualisiert die Liste der verfügbaren Pakete.
  • Gib ein: ipkg install freifunk-pppoecd-de und bestätige mit der Eingabetaste. Dieser Befehl lädt und installiert das Paket.
  • Konfiguriere die xDSL-Verbindung auf der Seite Admin/PPPoE.
  • Tipp: Das Gerät selbst braucht dafür natürlich eine aktive Internet-Verbindung. Wahlweise kann die IPK-Datei aber auch aus http://styx.commando.de/sven-ola/ipkg (TOTER LINK) geladen und auf einem internen FTP- oder Webserver abgelegt werden (zum Beispiel mit dem Cerberus FTP-Server). Die IPK-Datei kann dann mit folgenden Befehlen übertragen werden: cd /tmp;wget ftp://dein-lokaler-server/freifunk-pppoecd-de.ipk. Die Installation erfolgt dann unter Angabe des Dateinamens: ipkg install /tmp/freifunk-pppoecd-de.ipk.

Plugin zur Visualisierung eines Freifunk-Meshs

Plugin für Visualisierung des Openwireless.ch

Plugin zur Anzeige der WLAN- und Bandbreiten-Statistik

ffl-rrd-Plugin - WLAN- und Bandbreiten-Statistik

Plugin zur Aktualisierung von Domain-Name-Einträgen in Echtzeit und Konfiguration über Weboberfläche (DynDNS)

DynDNS oder DDNS (dynamischer Domain-Name-System-Eintrag) ist ein System, das in Echtzeit Domain-Name-Einträge aktualisieren kann. Mit dem freifunk-dyndns-Plugin kann man DynDNS per Weboberfläche konfigurieren. Mit den Pakten von www.layereight.de lässt sich der dyndns Service über das WebFrontEnd konfigurieren. Unterstützt werden die DynDNS Dienste von www.dyndns.org und freedns.afraid.org. Der DynDNS Service der Freifunk Firmware basiert auf inadyn.

Plugins in Vorbereitung

  • ffl-startseite - Startseite für individuellen Angaben
  • freifunk-zeitabhaengig - Zeitabhängiges Internet
  • VPN - verschlüsselte Kommunikation, Vernetzung innerhalb der Stadt und überregional

Merkmal nicht gefunden

Die Freifunk-Firmware ist ein OpenWrt. Gewünschte Merkmale kann man selbst installieren. Im Prinzip sucht man sich ein passendes Paket-Repository - also ein Web-Verzeichnis, das die Datei Packages enthält. Die Repository-URL kann man in der Datei /etc/ipkg.conf hinzufügen. Mit folgenden Befehlen dann ein Software-Paket installieren: ipkg update, ipkg list und ipkg install name-des-paketes. Um neue Software-Pakete mit Konfigurations-Webseite für die Freifunk-Firmware zu erstellen, lade die Datei ff-devel.tgz unter http://styx.commando.de/sven-ola/ipkg/webpak/. In dieser Archiv-Datei sind ein Beispiel für ein solches Paket, die angepassten IPK-Tools und ein Readme.txt enthalten.

Wunschliste

Diese Liste kleiner machen ;-)

  • Im Status / Übersicht: ein weiteres Menü (Button): Ad-hoc Scan, so dass Signal + Noise für jede einzelne Ad-hoc(OLSR)-Node-IP separat angezeigt, z.B.:
    |_____IP:1____MAC:x______Signal: + Noise
    |_____IP:2____MAC:y______Signal: + Noise
    noch schöner, für jeden Nachbarn in einer Zeile auflisten:
    (aber alles, ohne blättern auf einem Screen, dh. auf einen Blick überschaubar)
    - MAC, (v-)IF, IP, Name, lokation, (als txt-block) u. 3 kleine histories mit
    - Sig & Noi, LQ & NLQ u./o. batman-Originator-count/loss, rate,
    - Durchsatz,
    - CPU-Last, Tupperdosen-Wasserstand, Funk-Wetterlage :-)), usw.
  • Im Status / WLAN-Scan: die Liste wahlweise nach Channels oder SNR sortierbar machen.
  • Status-Seite: Abfrage nicht mit POST machen sondern mit GET, damit Browser-Back-Button funktioniert.
  • Webschnittstelle zum einsehen/ändern/erstellen der Firewall-Regeln
  • TZ änderbar und NTPClient auf pool.ntp.org ansetzen
  • Auto-Update für Firmware + Params für die Pflege ganzer Netze
  • OLSR-Plugin für dynamische Liste erreichbarer (Web-)Server
  • SIPatH/Shorewall compatibility by providing /usr/sbin/iptables-save and ...-restore in openwrt-minimal... flash binary
  • Veröffentlichung der Kontaktdaten (inkl. GPS-Koordinaten) als RDF via HTTP
  • Bitte auch für andere AP´s zum Beispiel D-Link DWL 2000AP+
  • VPN: Unterstützung für HAMACHI VPN siehe www.hamachi.cc <<< damit man die Hamachi software auf dem Router installieren kann (HAMACHI, scheint nicht GPL zu sein, wie wäre es stattdessen mit: TINC (www.tinc-vpn.org)
  • Multi SSID Funktion.
  • Erstellung von 2 getrennten Netzwerken, die beide auf das Internet zugreifen können, zum Beispiel Privates & Freies Netz. Bemerkung: Die meiste WLAN-Hardware unterstützt nur ein AdHoc-Netzwerk ODER mehrere AccessPoint Netzwerke.
  • Auf der Status-Seite eine Seite mit Regeln die vorgegeben sind wie man sich zu verhalten hat aber vom Administrator veränderbar sind.
  • WDS-Join-Funktion über eine Liste aller zur Zeit in der Nähe befindlichen Netzwerke.
  • 2 Wan Port
  • Freeradios-Server mit Chilispot, den man für den 2 Wan Port aktivieren kann.
  • MAC-Address-Unterstützung
  • Integration von Wireless Network Visualization http://devices.natetrue.com/wiviz/
  • Dyndns Unterstützung bei OpenServer.de
  • Unterstützung der AVM Fritz (Fon) WLAN-Boxen (eigene Full-Releases)
  • TOR Proxy integrieren (es gibt ein OpenWRT-Paket, das aber nicht richtig funktioniert?)
  • An die Serielle Schnittstelle könnte man doch bestimmt interessante Dinge anschliessen (Microcontroller, Wetterstation, Anzeige mit Status-Infos).

Siehe auch

Weblinks