OpenWrt

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OpenWrt ist eine spezielle GNU/Linux-Distribution für embedded Geräte, insbesondere WLAN-/DSL-Router aller Art. OpenWrt unterstützt aber auch den Neo FreeRunner (Smartphone) sowie das Ben NanoNote (Pocket Computer). OpenWrt bietet ein voll beschreibbares Dateisystem und beinhaltet den Paketmanager opkg. Das ist insbesondere für den Einsatz in CPE- und WLAN-Routern einzigartig. Die Paket-Quellen beinhalten zur Zeit (2011) ungefähr 2000 Software-Pakete, die es dem Anwender erlauben den Router sehr weitläufig zu konfigurieren und die ursprünglichen Funktionen der originalen Firmware um ein Vielfaches zu erweitern.

Inhaltsverzeichnis

Bedienung

Auf Geräten, die keinen Bildschirm und keine Tastatur haben, wird OpenWrt per Kommandozeile von einem über Netzwerk per telnet oder SSH verbundenen Computer aus bedient. Ein besonderes Script-Set UCI erleichtert die Konfiguration. Zur Administration stehen aber auch mehrere WebUIs zur Verfügung: LuCI, X-Wrt und Gargoyle Router Management Utility. Mit Hilfe eines Browsers können alle üblichen Einstellungen vorgenommen werden, von Trivialen wie etwa Portweiterleitungen über DDNS-Einstellungen bis hin zu Routing Einstellungen. Für Geräte mit Bildschirmen wurde das X Window System portiert.

Bauen

Am leichtesten lassen sich OpenWrt Sourcen mit dem OpenWrt Buildroot kompilieren.

Installation

Je nach Gerät erfolgt die OpenWrt Installation unterschiedlich.

Geschichte

Da die Firma Linksys für ihre Router eine Software modifiziert hat, die als frei verfügbarer Code unter der GNU General Public License steht, hat sie gemäß dieser Lizenz auch ihre selbst entwickelte Software veröffentlicht. Dadurch war es wiederum möglich, das Betriebssystem des Routers zu modifizieren, weiterzuentwickeln und als OpenWrt zu veröffentlichen.

Bei der aktuellen OpenWrt-Version handelt sich um eine sehr kleine GNU/Linux-Distribution, die auf dem 2.6.39er Linux-Kernel aufbaut. Eine OpenWrt-Installation besteht im allgemeinen aus zwei Teilen. Der erste Teil ist ein circa 2 MB großer Bereich, in dem alle Programme für die Grundfunktionen des Routers untergebracht sind. Dazu zählen zum Beispiel: Programme zur Netzwerkkonfiguration, NAT und Firewall sowie ein Editor und verschiedene Diagnosewerkzeuge. Dieser Bereich kann nicht beschrieben werden. Die Größe des zweiten Teils ist abhängig von der Hardware und ist gewöhnlich 2 bis 6 MB groß und kann im laufenden Betrieb beschrieben werden. Dadurch ist die Software im laufenden Betrieb beliebig erweiterbar und erlaubt eine Handhabung, wie sie für GNU/Linux-Systeme typisch ist. Damit können auf dem WLAN-Gerät auch nicht vom Hersteller vorgesehene Funktionen genutzt werden. Durch das Debian-ähnliche Software-Paketsystem opkg ist die Installation weiterer Software sehr einfach.

Forks

Die FFF (Freifunk Firmware) baut nicht etwa wie die WebUIs auf OpenWrt auf und lässt sich somit einfach auf eine aktuelles OpenWrt-Installation drauf packen, sondern ist ein Fork. Und dieser Fork wurde bereits aus dem 5. Release Candidate (Codename "White Russian") gemacht. Die Freifunk Firmware unterstützt deswegen auch nicht sämtliche Geräte, die das aktuelle OpenWrt unterstützt.

Zweige

White Russian

Am 26. März 2006 wurde der 5. Release Candidate (Codename "White Russian") freigegeben.

Kamikaze

Am 23. Januar 2009 wurde der 2. Release Candidate von Kamikaze freigegeben. Es gibt mehr unterstützte Hardware und ein komplett umgebautes Grundsystem. Benutzer können darauf aufbauend jede Menge neuer Bugs entdecken und Ideen verwirklichen. Die finale Veröffentlichung erfolgte am 21. Februar 2009. Im Januar 2010 erfolgte Version 8.09.2

Backfire

Am April 2010 wurde OpenWrt 10.03 Backfire freigegeben, und wohl im August 2011 wird endlich Version 10.03.1 folgen.

Attitude Adjustment

Der Entwicklungszweig trägt den Codenamen Attitude Adjustment. Hier findet die laufende Entwicklung statt. Zur Zeit (Juli 2011) wird daran gearbeitet Kernel 3.0 zu integrieren.

Siehe auch

Weblinks